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Electronic Fakten Kolumne

Die Erfolgsstory der DJ’s: Vom Künstler zur Geldmaschine

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Quelle: www.pexels.com

Das DJ Business ist dreckig. Das sollte jedem DJ klar sein und dennoch gibt es Millionen von Newcomern. Warum einige davon so schnell berühmt werden während andere dies in ihrer Lebenszeit nicht schaffen, Beziehungsweise was mögliche Gründe dafür sein könnten, möchten wir hier erläutern.

Schon vor einiger Zeit habe ich einen Artikel veröffentlicht, welcher das Thema ähnlich beleuchtet, wie es dieser tun wird. Dieser hingegen wird noch einmal genauer auf Fallbeispiele eingehen. Ich möchte betonen, dass dieser Artikel eine Kolumne ist und daher teils meine Meinung widerspiegeln kann.

Es ist der 24. Oktober 2015 als am Himmel des EDM Universums ein neuer Stern aufgeht: Der heute sehr bekannte Produzent und DJ “Marshmello” veröffentlich seinen ersten Hit “Keep It Mello”. Der Track entstand zusammen mit Rapper “Omar LinX” und wurde nicht zuletzt von YouTube Channels wie “Trap Nation” veröffentlicht. 
Aber nein: Marshmello ist kein “One-Hit-Wonder”, er bleibt. Und das lässt sich ganz einfach erklären.
Der junge Amerikaner, welcher vermutlich bürgerlich Chris Comstock heißt, ist eine Geldmaschine des “American Dreams”. 
Hochgezogen durch Management und Labels – ausgeschlachtet von den selben Personen.

Schnelle Bekanntheit durch Support anderer DJs

Wie wahrscheinlich ist es, dass ein unbekannter DJ wie Marshmello es im März 2015 noch war, von DJs wie Martin Garrix, Axwell Λ Ingrosso oder auch Alesso supportet wird? Richtig: Ohne Kontakte kaum vorstellbar. 
Marshmello ging durch die Decke – und das wusste die Musikbranche. Denn er ist interessant: Er ist anonym, er ist neu und er bringt frischen Wind in die Szene, jedenfalls bis man auch ihn soweit hat, dass er sich etabliert hat. Denn eine Entwicklung gibt es nicht, die Tracks klingen zu großen Teilen ähnlich und die Mache ist auch nicht viel unterschiedlich. Na klar, dass ist vergleichbar mit einer Handschrift, man erkennt den Künstler an seinem Stil, dennoch würde sich die Szene wünschen, dass sich mehr getraut wird.

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Quelle: www.wikipedia.de | Star DJ Marshmello live

Verschiedene DJ’s, ein Management

Besonders bekannt für ihre Ausschlachtung sind, meiner Meinung nach, Spinnin’ und Monstercat. Und wie es der Zufall will: Die Labels unserer Fallbeispiele sind (danke dafür an die “House-Fans-Gruppe”) Spinnin’ Records, Monstercat und Mad Decent.
Jauz, Slushii, Marshmello oder auch Cheat Codes, ein weiteres Detail fällt auf: Die wirklich etablierten DJ’s, die mit einem “einwandfreien” Ruf, sind meist aus Regionen wie den Niederlanden oder Frankreich. Unsere DJ’s kommen jedoch alle aus Amerika. Fast alle sogar aus L.A.

Das Erfolgsrezept

Das Erfolgsrezept könnte beinahe von Dieter Bohlen stammen: Immer gleichbleibender Sound mit neuen Texten. So oder so ähnlich passiert dies nämlich aktuell in Hollywood. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist vermutlich der Film “We Are Your Friends” mit Schauspieler Zac Efron, welcher hier die Erfolgsstory eines Hollywood-DJ’s durchmacht. 
Das wichtigste sind die Kontakte. Songs mit Adele, Demi Lovato oder auch Justin Bieber sind ein Erfolgsgarant. 
Das beste Beispiel hierfür wäre meinerseits der aktuelle Song von Marshmello (und ja, leider ist er das Paradebeispiel des ganzen Artikels) mit Selena Gomez. Wolves ist auf dem Vormarsch, seit 10 Wochen in den Charts, gestiegen von Platz 21 auf mittlerweile Platz 14. 
Der Release erfolgt dann meist über das Label des Sängers / der Sängerin (in diesem Fall Warner Music).

Positiv-Beispiele

Eins möchte ich nicht bestreiten: Mello, Jauz und auch Cheat Codes haben was drauf. Die Jungs können entertainen und sie sind definitiv nicht fehl am Platze. Marshmello hat eine halbe Religion geschaffen, seine Anhänger sind beinahe schon fanatisch. Und doch gibt es noch bessere Beispiele für die gute Seite. Ich brauchte da gar nicht so lange überlegen, da fielen mir die beiden deutschen Disc Jockeys Felix Jaehn und Robin Schulz ein. Aber auch Ofenbach oder Kygo sind tolle DJs mit coolem Sound. 

Und die Moral von der Geschicht’…

Ich denke, dass das wichtigste ist, dass man Leidenschaft in die Sache reinsteckt. Wenn man mit dem Gedanken “Ich will reich werden” in die DJ-Branche geht macht man sich allerhöchstens lächerlich. Dennoch: Nach dem Höheflug kann auch ganz schnell der tiefe Fall kommen. Ein gutes Beispiel hierfür wäre der (ehemalige?) Star-DJ Nicky Romero. Früher war er für mich einer der Hauptgründe mir den Tomorrowland-Livestream anzusehen, jetzt hört man kaum noch etwas von ihm. (Fun Fact: Er ist unter anderem bei Spinnin’ unter Vertrag.)
Und außerdem ist das ganze ja nichts wirklich ungewöhnliches. Geldpressen gab es schon in den 80ern, 90ern und im heutigen Pop ist dies der Standard. Vielleicht aber auch gerade deshalb sollten wir die kleinen Künstler umso mehr supporten, hören, was einem gefällt, mehr ausprobieren, offen sein für neues. Einfach mal weg von den Charts und die rein in die unbekannten Gefilde. Unter anderem habe ich genau dadurch den Produzenten “Tyron Hapi” entdeckt, welcher meiner Meinung nach super Songs liefert. Aber auch DJ’s wie Timster (HandsUp), die Seaside Clubbers oder die (inzwischen relativ bekannten) Bodybangers sind für mich wirklich tolle DJ’s mit Songs, die ich immer wieder gerne höre. Das Paradebeispiel wäre für mich “Seaside Clubbers ft. Martin Lindberg – Wir” oder Remady ft. J-Son – Single Ladies (Bodybangers Remix)

Danke an…

… die House-Fans-Gruppe auf Facebook, welche mir nicht nur die Artikel-Idee gab sondern dank der ich auch einige Ansatzpunkte fand, welche bei der Recherche wirklich halfen. Falls auch ihr Interesse an guter Housemusik habt, euch vielleicht mal mit echten Profis austauschen möchtet und euch weiterbilden möchtet, ist die die Gruppe genau richtig für euch. Beitreten könnt ihr hier.

Über das Teammitglied

Fabian

Fabian

Mein Name ist Fabian und ich bin 19 Jahre alt. Ich arbeite als DJ in einem Club und mache mein Abitur. Auf Yousic bin ich als Projektleiter und Ressortleiter für die Kategorie Electronic zuständig.

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